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Tageweise
auch: Tagelied, Wächterlied.
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In dieser Liederart: "Tageweise" wird in Form einer Ballade die
Trennung eines Liebespaares besungen. Es stellt eine Gattung des
mittelalterlichen
Minnesanges dar.
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Tagewerk
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Ursprünglich: so viel Land, wie ein Mann an einem Tag mit einem
Gespann umpflügen konnte.
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Tannhäuser
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Ein Minnesänger, vermutlich aus Salzburg oder Bayern.
Er hielt sich zur Mitte des 13. Jh. am Hof Friedrich des Streitbaren
und weiterer Fürsten auf und führte ein abenteuerliches Wanderleben.
Er beschrieb in seinen Liedern das bäuerliche Leben und natürlich die Liebe ...
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Tappert
auch: Heroldsmantel.
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Der Begriff Tappert kommt aus dem Franz.: "tabar(d)".
Ein Tappert war ein bis auf die Füße reichendes (mantelartiges) Gewand
(mit oder ohne Kapuze).
Es wurde vom Anfang des 14. Jh. bis etwa zum Beginn des 16. Jh. in:
Dtl., England, Frankreich und den Niederlanden vorwiegend von Männern
getragen.
Tappert war der Vorläufer der Schaube.
Siehe auch: Harzkappe |
Schaube |
Tappert.
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Tartüff
auch: Tartuffe.
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Es ist der Name der Hauptfigur von Molieres Lustspiel: 'Tartuffe'.
Der Begriff kommt aus dem franz. (tartufe = Scheinheiliger, Betrüger).
Der Name steht auch bei uns für einen schmierigen, frömmelnden Schurken.
Der Stummfilm, in dem Emil Jannings den Tartüff spielt, ist
wirklich sehenswert.
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Tollhaus
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Die Tollhäuser sind Vorläufer unserer psychiatrischen Einrichtungen.
Mit den 'Tollen' waren die psychisch Kranken, die 'Verrückten' gemeint.
Daher auch der Ausdruck: 'Er gebärdete sich wie toll' ...
Besondere Einrichtungen zur 'Ruhigstellung' von unbändigen Patienten waren die
sogenannten 'Tollkisten' oder auch 'Dollkisten' und 'Torenkisten'.
Dies waren größere Kisten, in die ein Patient eingesperrt wurde. Die Kisten hatten meist nur
eine einzige, gerade einmal handbreitgroße Öffnung!
Bei Christian Wernicke (*1661 1725) in
'Crispina und Hirpinus'
(um 1697) findet sich dazu:
»... Crispina *schwert, Hirpinus schwert,
Biss in das Spinnhaus sie, er in das Tollhaus fährt ...«
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Literatur zum Thema:
Viel Interessantes (u. a.) zum diesem Thema (Stichwort: 'Torenkisten')
findet sich in:
"Randgruppen der spätmittelalterlichen Gesellschaft",
(Hrsg.: Professor Bernd-Ulrich Hergemöller),
Fahlbusch Verlag Warendorf, Jahr: 2001,
ISBN: 3-925522-20-4
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Trippen
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Trippen waren kleine, nur wenige Zentimeter hohe "Gestelle", die unter die
Schnabelschuhe geschnallt wurden, um dem Unrat in
den engen Gassen der Städte des Mittelalters besser "entkommen" zu können.
Siehe auch:
Bärenfüße/Kuhmäuler |
Entenschnäbel |
Schnabelschuhe |
Trippen.
Literatur zum Thema: Mittelalter
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Trossbuben
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Trosshelfer, Bedienstete für die Soldaten.
Siehe auch:
Hurenweibel
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Türmer
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Türmer waren Späher, Beobachter auf Türmen. Sie wurden z. B. als Wächter gegen
herannahende Feinde oder ausbrechendes Feuer eingesetzt.
Heute (2000) leisten sich nur noch 3? europäische Städte einen Türmer:
Münster? (NW, Westfalen), Nördlingen? (BY, Donau-Ries-Kreis) und Krakau?.
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