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Akronym/Initialwort:
Ein Akronym ist eine abkürzende Kunstvokabel, die aus den Anfangsbuchstaben, und/oder einzelnen Silben einer Wortfolge gebildet wurde.
*Wir folgen hier in erster Linie den Definitionen von Hadumod Bußmann: 'Lexikon der Sprachwissenschaft'.

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***Selbst erstellte Akronyme eignen sich auch gut als Passwörter. Zusätzlich sollten aber einige Ziffern und Sonderzeichen dafür genutzt werden!


Siehe auch: Akronym, Akrostichon, Allonym, Antonym, Apronym, Backronym, Heteronym, Homonym, Pseudonym, Silbenkurzwort, Synonym.

Allegorie:
[Griechisch: "das anders Sagen"]. Hier: ein Sprachbild:

Meist werden dabei abstrakte Begriffe wie: Alter, Liebe, Tod ... personifiziert.

Gerade in der bildenden Kunst gibt es sehr viele Beispiele für Allegorien. So wird die Gerechtigkeit auf Gemälden meist als eine Frauengestalt mit Augenbinde, Waage und Schwert dargestellt; die Liebe als Amor mit Pfeil und Bogen ...

Alliteration:
Stabreim (die Anlaute oder Ablaute einer Wortfolge klingen ähnlich):

Wird verstärkend eingesetzt.

Am Wortanfang in Ausdrücken, Redewendungen ...:
Frisch, fromm, fröhlich, frei
mit Kind und Kegel
mit Mann und Maus
Stock und Stein
Wille, walle, weihe
bei Wind und Wetter

Am Wortende in Ausdrücken, Redewendungen ...:
mehr schlecht als recht

In Buchtiteln:
Bauern, Bonzen und Bomben (Hans Fallada)

In Werbesprüchen:
Milch macht müde Männer munter


Allonym:
Ein Allonym ist eine besondere Form des Pseudonyms.
Beim Allonym wird aber der Name einer bekannten Persönlichkeit verwendet.

### Beispiele



Siehe auch: Akronym, Akrostichon, Allonym, Antonym, Apronym, Backronym, Heteronym, Homonym, Pseudonym, Silbenkurzwort, Synonym. Liste: Pseudonyme.

Alter Ego
[Lat.: "Alter Ego"] =

Das Alter Ego kann den Autor vertreten oder auch als Ich-Projektion einer anderen Figur einen bestimmten Teilbereich dieser anderen Figur darstellen.


### Beispiele



Althochdeutsch
Älteste Form der dt. Sprache.

Diese Sprachform wurde etwa vom Beginn der schriftlichen Überlieferungen an vom: 6. Jh. bis zum 11. Jh. genutzt.

"Merseburger Zaubersprüche";
Abrogans (Glossar) ...


Siehe auch: Liste ahd. Begriffe | (Mittelhochdeutsch.)

Ambiguität:
Mehrdeutigkeit.

Siehe: Homonyme (Teekesselchen).

Anagramm
Anagramme sind Wortumstellungen, die andere sinnvolle Wörter ergeben.

Dabei werden alle Zeichen wiederverwendet:

ABER = RABE - BEAR

Arno Schmidt - (etwas gekünstelt!) = Chr. M. Stadion


Siehe auch: Anagramme | Palindrome.

Analogie
[Griechisch: "Unveröffentlichtes"] = Ähnlichkeit, Übereinstimmung.

Beispiele:

Kiemen - Lungen.


Siehe auch: Anagramme.

Anapher
[Griechisch: ""] = .

Eine Anapher meint die Wiederholung eines oder mehrerer Satzteile (oder Teilen davon) zu Beginn aufeinander folgender Sätze.

Beispiel:

  'Der Fischer' (Goethe, 1779):
  »Das Wasser rauscht, das Wasser schwoll ...«


Siehe auch: Gedichte: Goethe.

Anaptyxe
[Griechisch: "Entfaltung, Entwicklung"] = .

Ein sogenannter 'Sprossvokal' wurde zwischen zwei Konsonanten gesetzt.
Damit soll oftmals die Aussprache leichter gemacht werden.

Beispiele:

Aus 'fünf' wird 'fünef' ...



Anekdote:
Meist eine kurze, pointierte Erzählung, in der die Charakteristika einer historischen Person oder einer Epoche herausgearbeitet sind.

Beispiele:




Annalen:
[Griechisch: "Jahrbücher"].
Die Annalen sind eine frühe Form der chronologischen Geschichtsschreibung.

Heute wird der Begriff auch als Sammelname für wissenschaftliche Werke und Zeitschriften genutzt.

Beispiele:

"In die Annalen der Geschichte eingehen".




Anthologie:
[Griechisch: "Blütenlese"].
Eine Anthologie ist eine Sammlung von: Gedichten, Erzählungen ... eines oder auch mehrerer Autoren.

Beispiele:

Achim v. Arnim + Clemens v. Brentano:
"Des Knaben Wunderhorn" (1806/08) ...




Antonym:
[Griechisch: "Gegenwort"].


Beispiele:

weiß - schwarz;
alt - jung;
Mann - Frau ...


Siehe auch: Synonym.

Aphorismus:
[Griechisch: "Abgrenzung, Bestimmung"].

Ein Aphorismus ist eine geistreich formulierte meist kurze Äußerung.

Meister/-innen dieser "Gattung" sind:

  •   Novalis
  •   Nietzsche ("Menschliches, Allzumenschliches")
  •   Lichtenberg ("Sudelbücher")
  •   Ebner-Eschenbach
  •   ...

    Beispiele:

    Tiefe: (F. Nietzsche:)
    »Das Publikum verwechselt leicht den, welcher im Trüben fischt,
    mit dem, welcher aus der Tiefe schöpft.«

    Der Mensch: (A. M. Cioran:)
    »Was kann schon bei einer Turnübung herauskommen, die von
    einem Grunzen gekrönt ist.«

    Zeit: (Georg Chr. Lichtenberg ["Sudelbücher"]).
    »Zeit urbar machen.«

    Erkennen: (???)
    »Man erkennt nur, was man (schon) kennt!«


    Siehe auch: Bonmot.

    Apokope:
    [Griechisch: "Abschneidung, Weglassung"]
    Unterdrückung eines Endbuchstabens oder einer Endsilbe.

    Beispiele:

    "Ich hatt' einen Kameraden ...
    Ludwig Uhland

    (Abend. Ein kleines reinliches Zimmer.
    Margarete ihre Zöpfe flechtend und aufbindend.)


    Ich gäb' was drum, wenn ich nur wüßt',
    Wer heut' der Herr gewesen ist!
    Er sah gewiß recht wacker aus
    Und ist aus einem edlen Haus;
    Das konnt' ich ihm an der Stirne lesen –
    Er wär' auch sonst nicht so keck gewesen.

    J.W. Goethe, 'Faust I'.



    Arbeiterdichtung:
    Arbeiterdichtung ist Dichtung von Arbeitern und/oder Dichtung, die von Arbeitern handelt.



    Beispiele:




    Aufklärung:
    Mit der Aufklärung ist die Epoche des 18. Jahrhunderts gemeint, in der



    Beispiele:




    Augmentativum:
    Vergrößerungsbildung.



    Beispiele:

    Unsummen ...



    Ggt.: Diminutivum.

    Autobiographie:
    Beschreibung des eigenen Lebens durch den Autor selbst.



    Beispiele:

    "Dichtung und Wahrheit"
    (J.W. Goethe) ...



    Siehe auch: Biographie.

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