Einführung:
Johannes Calvin, der franz.-schweiz. Reformator aus Noyon, gilt neben
Martin Luther als
wichtigster kirchlicher Erneuerer des 16. Jh.
Calvin studierte von 1528-1532 Jura in Orleans und Bourges. Ab etwa 1533 war er Anhänger
der *Reformation
und musste deshalb auch 1533 aus Paris fliehen. 1535 ließ er sich in Basel
nieder. Er wurde dann aber von Guillaume Farel überzeugt, am Aufbau einer Genfer ref.
Kirche mitzuwirken.
1538 wurde er (wegen des Versuches seine sehr strengen religiösen Vorschriften durchzusetzen)
zunächst mit Farel durch den Rat aus Genf ausgewiesen, später aber wieder aufgenommen.
Calvin lernte auch die führenden dt. Theologen seiner Zeit kennen.
Mit Huldreich Zwingli
gründete Calvin die "Reformierte Kirche".
Johannes Calvin legte einen Schwerpunkt auf den Gedanken der Vorherbestimmheit des
Schicksals der Menschen durch Gott (Prädestination).
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Randbemerkungen:
Von Luther und Zwingli unterschied sich Calvin vor allem durch die abweichende
Abendmahlslehre.
Besonderen Einfluss hat der Calvinimus bis heute in: der reformatorischen Kirche der
Schweiz, in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, in Teilen von Dtl. und den USA.
Randbemerkungen:
Im Brockhaus (24 Bde., 20. Aufl., Bd. 11, S. 393) heißt es zum Kalvinismus (Calvinismus) ergänzend:
»Durch die Vorstellung, der Grad der persönl. Erwählung, sei an den Lebensverhältnissen,
nicht zuletzt am wirtschaftlichen Erfolg erkennbar, hatte der K. bedeutenden Einfluss auf
die wirtschaftl. und soziale Entwicklung in W-Europa und, nach Auswanderung der kalvinistisch
geprägten Puritaner in Nordamerika.«
Im Brockhaus (30 Bde., 21. Aufl., 2006) heißt es zum Kalvinismus:
»... M. Weber (»Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus«, 1904/05) vertrat die mittlerweile stärker
differenzierte These, der Kalvinismus habe wesentlich zur Entstehung des 'kapitalistischen Geistes' beigetragen.«
[Max Weber].
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