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Allg. Lexika:
DB: 131  (1809)  Brockhaus: 'Conversations-Lexikon' (1. Aufl.)
DB: 118  (1834)  Herlosssohn: 'Damen Conversations Lexikon'
DB: 146  (1837)  Brockhaus: 'Bilder-Conversations-Lexikon' (1. Aufl.)
DB: 133  (1854)  Herders Conversations-Lexikon (1. Aufl.)
DB: 115  (1857)  'Pierer's Universal-Lexikon'
DB: 100  (1905)  'Meyers Großes Konversations-Lexikon' (6. Aufl.)
DB: Wikipedia Premium 'Wikipedia' (Ausgabe 2007/2008)


Wikipedia 'Die freie Enzyklopädie' () (DVD) Ausgabe 2007/2008

Die Wikipedia-Offline-Version Ausgabe 2007/2008 wird von Zeno-org auf einer DVD:

  • für Windows, Macintosh und Linux
  • mit 620.000 Artikeln
  • mit ca. 400.000 Abbildungen
  • als Volltextversion
geliefert.

Diese Ausgabe hat den Redaktionsstand: August 2007.

Die Arbeit von unzähligen, sehr engagierten Freiwilligen hat innerhalb weniger Jahre dieses einzigartige Lexikon-Projekt erschaffen:

Umfassendes, (fast) kostenloses und frei verfügbares lexikalisches Wissen!

Natürlich, noch ist dieses Lexikon ein wenig in den Kinderschuhen. So ist es z. B. nicht zitier-fähig.

Für alle anderen Nutzer aber ist dieses wahrhaft demokratische Instrument eine Offenbarung.

Spannend wird es jetzt auf dem Wissensmarkt auch deshalb, weil das Brockhaus-Lexikon nun (2008 oder 2009) ebenfalls Online zu nutzen sein soll.

Diese direkte Konkurrenz wird der Qualität und der Quantität des dargebotenen Wissens enorm zugute kommen.

Als ganz besonderes Schmankerl hat der Directmedia-Verlag auch noch das komplette 20-bändige Meyers Lexikon (6. Auflage, zw. 1905 und 1909 erschienen) auf einer Extra-CD dazugelegt. Die Offline-Ausgabe des Wikipedia mit allen Texten und Bildern (immerhin 400.000 Stück! auf 3 Extra-DVDs) und das Meyers-Lexikon von 19xx für nur 25 Euro, ist ein äußerst günstiges Angebot.



Directmedia Publishing GmbH
Wikipedia 'Die freie Enzyklopädie' // (Ausgabe 2007/2008 )
ISBN 3-86640-019-1

25,00 [D]


Rezension: - Arrist Spieß (wispor.de ) - letzte Korrekturen: 22. Feb. 2008

Pierer's Universal-Lexikon (1857-65) (DVD) DB: 115

Das Pierer's Universal-Lexikon (4. Aufl.) von 1857-1865 wird in der Digibib-Reihe auf einer DVD:
  • für Windows und Macintosh (und sehr bescheidenen Hardwareanforderungen)
  • mit 200.000 Stichwörtern
  • rund 300.000 Sach- und Personenartikeln
  • mit 180.000 Bildschirmseiten
  • als Volltextversion
  • mit Faksimile (allen Texten, Bildern, Grafiken ...)
geliefert.

Der Pierer war (zu seiner Zeit (Mitte des 19.  Jh.)) DER Konkurrent zu Brockhaus und Meyer. Dies ging sogar soweit, dass Meyer den Index-Apparat von Pierer 'übernommen' hat (wie sich das Haus Pierer später nicht verkneifen konnte, etwas süffisant zu bemerken).

Und falls Sie sich schon einmal gewundert haben, wie Karl May (*1842 1912) es in seinen Werken geschafft hat, zum Teil so detailreich Land und Leute (auch Bodenbeschaffenheiten etc.) zu beschreiben, ohne jemals dort gewesen zu sein: Er hat frech den Pierer dieser Zeit ausgiebig genutzt und (nebenbei bemerkt) nur sehr sehr selten auf diese Quelle (der er enorm viel zu verdanken hatte!) hingewiesen ...

Der Pierer ist ein Werk, das uns einen tiefen Einblick in die Zeit der Mitte des 19. Jh. gibt. Begriffe, die in einem modernen Lexikon nicht mehr auftauchen wie: Orlogsflotte für Kriegsflotte und viele, viele weitere sind es sicherlich wert, doch noch nicht 'unterzugehen'.

Hier noch ein sehr schön gruseliges Beispiel aus dem Pierer (für einen Begriff, den man kaum noch in einem heutigen Lexikon findet):

»... Burke (spr. Börk), 2) William, Schuhmacher in Edinburg, nährte sich zum Theil dadurch, daß er heimlich Leichen von den Kirchhöfen entwendete u. an Ärzte verkaufte. Bald wurde ihm dies Geschäft aber zu mühsam, u. er erdrosselte 1828 nach u. nach mit Hülfe seines Nachbars Hare 16 Menschen, indem sie sie erst berauschten u. ihnen Nase u. Mund zuhielten, u. verkauften sie dann an den Dr. Knor in Edinburg zum Behuf der Anatomie. Endlich ward man durch das Abhandenkommen so vieler Menschen aufmerksam, u. B., der Ermordung einer Frau sehr verdächtig, wurde eingezogen, überwiesen, verurtheilt u. 1828 hingerichtet. Seitdem braucht man Burken für heimlich morden, so daß der Mensch verschwindet. Vgl. Resurrectionsmänner.«

["Burke": Pierer's Universal-Lexikon,
S. 38969 ff. (vgl.: Pierer, 4. Aufl., 19 Bde., Bd. 3, S. 488, 489)]

Der Pierer lädt also auch zum Schmökern ein. Ganz sicher wird man darin unendlich viele weitere interessante Begriffe und Eigentümlichkeiten aufspüren können.

Volltext-Recherche erlaubt es z. B. ebenfalls, dass nach dem Begriff Odin im gesamten Lexikon gefahndet wird. Als 'Belohnung' erhält man/frau (für den Fall Odin) immerhin 73 Einträge angezeigt.

Ich denke es ist klar, dass man (bei aller Liebe zum Buch) nur einen Bruchteil dieser Stellen beim Durchblättern der 19 Bände aufgespürt hätte!

Selbstverständlich kann man/frau nach den verschiedensten Kriterien in den Texten suchen lassen. Wildcards etc.

Ein toller Preis, wenn man dazu die Möglichkeiten des Digibib-Systems auch noch ausgiebig nutzt!

* Wir beziehen uns hier auf den Softwarestand der Digibib Vers. 4.x (vom: Aug.2005).

Directmedia Publishing GmbH
'Pierer's Universal-Lexikon' // (Digibib: 115)
ISBN 3-89853-515-0

240,00 [D]


Rezension: - Arrist Spieß (wispor.de ) - letzte Korrekturen: 21. Sep. 2005

Meyers Großes Konversations-Lexikon (1905-09) (DVD) DB:100

Das große Meyers Konversations-Lexikon (6. Aufl.) von 1905-1909 wird in der Digibib-Reihe auf einer DVD:

  • für Windows und Macintosh (und sehr bescheidenen Hardwareanforderungen)
  • mit 155.000 Stichwörtern
  • auf ca. 220.000 Bildschirmseiten (zusammen ca. 9 GigaByte!)
  • als Volltextversion
  • mit Faksimile (allen Texten, Bildern, Grafiken ...)
geliefert.

Diese Ausgabe des Meyers erlaubt einen Blick zurück in die Welt der Jahrhundertwende kurz vor dem 1. Weltkrieg.

Natürlich kann man (mit recht) sagen, dass viele Informationen eines alten Lexikon heute irrelevant sind.

Der besondere Reiz eines solchen alten Lexikons liegt aber darin, dass es Spiegelbild seiner Zeit ist und zahlreiche Begriffe und Tatsachen in heutigen Lexika gar nicht mehr vorkommen.

Dies passiert natürlich aus sehr nachvollziehbaren Gründen:
Ein Lexikon das "alles" Wissen (auch das sog. Nicht-mehr-Zeitgemäße) ausweisen wollte, könnte (zumindest in Buchform) nicht erstellt und auch noch verkauft werden. Es wäre unglaublich umfangreich und unerschwinglich teuer.

Aber wie gesagt, ein Lexikon wie der vorliegende Meyer von 1905 ff. ist eine erstaunliche Fundgrube für die Zeit der Jahrhundertwende und spiegelt: Kaisertum, Nationalismus, Kolonianismus, Imperialismus dieser Epoche ganz hervorragend.

Hier ein paar kleinere Kostproben:

Stichwort:  wilhelm &II &kaiser  // (Mit immerhin: 144 Fundstellen).

»... Am 16. Nov. 1900 warf in Breslau eine geistesgestörte Frau Schnapka ein Beil nach dem Wagen, worin Kaiser Wilhelm II. saß, ohne zu treffen.

Das 20. Jahrhundert ist schon durch zahlreiche Attentate vertreten: am 26. Jan. 1901 wurde Orban de Xivry, Gouverneur der belgischen Provinz Luxemburg, von dem Statthaltereibeamten Jean Schneider aus Arlon durch einen Revolverschuß ermordet.

Am 6. März 1901 abends wurde Kaiser Wilhelm II. in Bremen durch eine von dem 20jährigen Schiffsarbeiter Dietrich Weiland geworfene eiserne Lasche am Jochbein unter dem rechten Auge verwundet ...«


["wilhelm &II &kaiser": Meyers Großes Konversations-Lexikon (1905),
S. 11507 (vgl. Meyer Bd. 2, S. 66)]

Stichwort:  kolonien .

Einige damalige! Gedenktage der deutschen Kolonialgeschichte.

1901.
Juli. Einführung der Reichsmarkwährung auf Samoa ...

1903.
24. Dez. Verfügung des Reichskanzlers, betreffend Bildung von Gouvernementsbeiräten in den deutschen Schutzgebieten ...

1904.
24. Dez. Nach Verfügung des Reichskanzlers sind alle nach dem 31. Dez. 1905 gebornen Kinder von Haussklaven in Deutsch-Ostafrika frei ...


[Sonderseiten und Tafeln: "Kolonien". Meyers Großes Konversations-Lexikon (1905),
S. 219151 (vgl. Meyer Bd. 11*, S. 0)]

Höchstspannend und 'erhellend' ist auch das Thema der "Arbeiterfrage" behandelt!

Hier eine Kostprobe aus einem erheblich längeren Artikel des Meyer (1905):

Stichwort:  arbeiterfrage .

Die industrielle Arbeiterfrage:

»... Unter den Mißständen in Arbeiterfamilien ist vor allem zu erwähnen eine schlechte Häuslichkeit und ein schlechtes Familienleben der Arbeiter, herbeigeführt nicht nur durch geringes Einkommen oder übermäßige Beschäftigung der Familienglieder, sondern häufig auch durch leichtsinnige, frühzeitige Eheschließungen, durch die Roheit und Unmoralität der Eheleute und Eltern, durch den schlechten Zustand der Wohnungen, durch die schlechte Erziehung und Unwirtschaftlichkeit der Hausfrauen, durch eine regelmäßige Beschäftigung der letztern außerhalb des Hauses etc., ferner die mangelhafte Ausbildung der Kinder in moralischer Hinsicht, die Größe der Familie bei unzureichendem Einkommen, die regelmäßige Kinderarbeit etc.

Weitere Übelstände bei männlichen Arbeitern sind: geringer Arbeitsfleiß, mangelnder Sparsinn, auch wo die Lohnhöhe an sich ein Sparen gestatten würde, Unwirtschaftlichkeit in der Verwendung des Einkommens, Trunksucht, Irreligiosität, Mißtrauen gegen Arbeitgeber, Mißachtung der Verträge, Übertretung der Gesetze, Mißbrauch der Koalitionsfreiheit, Haß gegen die besitzenden Klassen etc ...
«

["Arbeiterfrage": Meyers Großes Konversations-Lexikon (1905),
S. 8561 (vgl. Meyer Bd. 1, S. 675)]

Selbstverständlich kann man/frau auch hier nach den verschiedensten Kriterien in den Texten suchen lassen. Wildcards etc. Beispiele siehe: Arbeiterfrage, Kolonien ....

Auch hier ein toller Preis, wenn man/frau dazu die Möglichkeiten des Digibib-Systems auch noch ausgiebig nutzt!

* Wir beziehen uns hier auf den Softwarestand der Digibib Vers. 4.x (vom: Aug.2005).

Directmedia Publishing GmbH
'Meyers Großes Konversations-Lexikon' // (Digibib: 100)
ISBN 3-89853-500-2

240,00 [D]


Rezension: - Arrist Spieß (wispor.de ) - letzte Korrekturen: 21. Sep. 2005

Damen Conversations Lexikon (1834-38) (CD) DB:118

Das 'Damen Conversations Lexikon' (von 1834-1838) wird in der Digibib-Reihe auf einer CD:

  • für Windows und Macintosh (und sehr bescheidenen Hardwareanforderungen)
  • als Volltextversion
  • mit Faksimile (allen Texten, Bildern, Grafiken ...)
geliefert.

Auch für dieses Lexikon gilt natürlich, dass es einerseits das Gedankengut dieser Zeit wiedergespiegelt und andererseits viele Informationen bereithält, die ein heutiges Lexikon nicht mehr erfasst.

Ganz bemerkenswert an diesem Lexikon ist aber, dass hier an sehr vielen Stellen immer wieder das damalige Leitbild: "Kinder, Küche, Kirche" für die Frauen durch eine überaus romantische Verklärung wohl eine Art 'Zuckerguß' bekommen soll!?

Herloßsohn (Hrsg.): "Damen Conversations Lexikon" (1834-1838).

Stichwort:  helgoland .

» Helgoland:
*Englische Insel in der Nordsee, berühmt wegen ihrer Seebäder. Sie besteht aus einem 200 Fuß hohen Thonfelsen, ...
Die Anzahl der Bewohner beläuft sich auf 3600, welche sich vom Lootsendienst und Fischfang nähren.

Die Helgoländerinnen lieben Reinlichkeit über Alles, und sind gute Hausfrauen. Treue in der Liebe geht bei ihnen über Alles und höchst selten geschieht es, daß ein Helgoländer eine Geliebte verläßt, wenn er nicht mit Schmach und Schande zugleich von seiner Heimath Abschied nehmen will. Dagegen sieht man die zärtlichen Gattinnen im Kreise ihrer schönen und kräftigen Kinder am lodernden Herde die Nächte durchwachen und den heimkehrenden Gatten, der sich den Wogen der empörten See auf schwachem Kahne ausgesetzt, erwarten ...
«

["Helgoland": Damen Conversations Lexikon,
S. 5117 (vgl. Damen-CL Bd. 5, S. 238)]

*Anmerkung der wispor-Redaktion: [Helgoland war 1834 tatsächlich brit. Besitz.
Erst 1890 tauschte das Dt. Reich die Insel Sansibar (damals noch in dt. Kolonialbesitz, vor der Küste des heutigen Tansania gelegen) mit dem 'Helgoland-Zanzibarvertrag' gegen Helgoland ein.] (A.R.S.)

* Wir beziehen uns hier auf den Softwarestand der Digibib Vers. 4.x (vom: Aug.2005).

Directmedia Publishing GmbH
'Damen Conversations Lexikon' // (Digibib: 118)
ISBN 3-89853-518-5

45,00 [D]


Rezension: - Arrist Spieß (wispor.de ) - letzte Korrekturen: 13. Sep. 2005

Brockhaus Conversations-Lexikon (1809-11) (CD) DB:131

Das 'Brockhaus Conversations Lexikon' (von 1809-1811) wird in der Digibib-Reihe auf einer CD:

  • für Windows und Macintosh (und sehr bescheidenen Hardwareanforderungen)
  • als Volltextversion
  • mit 3.900 Seiten
  • und mit Faksimile (allen Texten, Bildern, Grafiken ...)
geliefert.

Diese Ausgabe von Digibib bildet den 1. Brockhaus (der die erfolgreiche Verlagsgeschichte des Hauses F.A. Brockhaus begründete) auf einer CD nach. Friedrich Arnold Brockhaus kaufte das (noch unvollständige Lexikon) von Löbel und Franke für nur 1.800 Taler auf einer Leipziger Buchhändlermesse und brachte es (vervollständigt) schon 1809 heraus.

Auch für dieses Lexikon gilt natürlich, dass es einerseits das Gedankengut dieser Zeit wiedergespiegelt und andererseits viele Informationen, die ein heutiges Lexikon nicht mehr erfasst, bereithält.

Beispiele:

Der Poltron.

Der Poltron (franz.) ein feigherziger Polterer, der blos mit dem Munde prahlt, aber eine feige Memme ist.

["Der Poltron", Brockhaus: Conversations-Lexikon oder kurzgefaßtes Handwörterbuch (1809-1811), S. 9929 (vgl. CL Bd. 8, S. 271)]

Die Pegnitzschäfer.

» Die Pegnitzschäfer, oder der Blumenorden an der Pegnitz, eine 1644 vom Herrn von Harsdörfer zu Nürnberg (welches bekanntlich an der Pegnitz liegt) gestiftete Gesellschaft zur Verbesserung der Deutschen Sprache, und zur Reinigung derselben von fremden Wörtern und Wortfügungen; eine Nachahmung der ungleich wichtigern "fruchtbringenden Gesellschaft" (s. dies. Art.). Sie hatte zwar einige große Männer zu Mitgliedern, that aber äußerst wenig, verfiel im Gegentheil auf viele gezierte und geschmacklose Sprachveränderungen, und ist bloß dadurch merkwürdig, daß, nachdem alle andre zur Verbesserung unsrer Muttersprache gegründeten Gesellschaften längst untergegangen oder unbedeutend geworden waren, diese allein sich bis jetzt erhalten, und noch im Juli 1794 ihr hundert und funfzigjähriges Jubiläum unter dem Vorsitz des berühmten Literators Panzer gefeiert hat.«

["Die Pegnitzschäfer", Brockhaus: Conversations-Lexikon oder kurzgefaßtes Handwörterbuch (1809-1811), S. 3736 (vgl. CL Bd. 3, S. 382-383)]

Römermonate.

» Römermonate, heißen im Deutschen Staatsrechte gewisse Geldabgaben, die der Kaiser bei außerordentlichen Vorfällen zu Bestrettung der damit verbundnen Kosten von den Ständen des Deutschen Reichs zu verlangen berechtigt ist. Die Entstehung dieser Benennung ist in den ehedem gewöhnlichen Römerzügen zu suchen. Es reisten nehmlich die Deutschen Kaiser bald nach ihrer Wahl und Krönung, in Begleitung ihrer Reichsvasallen nach Italien, und namentlich nach Rom, um daselbst auch von dem Papste, als Souverain von Italien, sich krönen zu lassen. Weil nun diese Begleitungen immer sehr zahlreich waren, so erhielten sie den Namen Züge ...«

*Anmerkung der wispor-Redaktion: [ Die 'Römermonate' waren eine Kriegssteuer der Reichsstände, die bis 1806 erhoben wurde.

Reichsstände: Die reichsunmittelbaren Glieder mit Sitz und Stimme im Reichstag. Zu den geistlichen Reichsständen gehörten: geistl. Kurfürsten, Erzbischöfe, Bischöfe, Äbte und Äbtissinnen der Reichsabteien.] (A.R.S.)


["Römermonate", Brockhaus: Conversations-Lexikon oder kurzgefaßtes Handwörterbuch (1809-1811), S. 4705 (vgl. CL Bd. 4, S. 303)]

* Wir beziehen uns hier auf den Softwarestand der Digibib Vers. 4.x (vom: Aug.2005).

Directmedia Publishing GmbH
'Brockhaus Conversations Lexikon' // (Digibib: 131)
ISBN 3-89853-531-2

45,00 [D]


Rezension: - Arrist Spieß (wispor.de ) - letzte Korrekturen: 13. Sep. 2005

Brockhaus Bilder-Conversations-Lexikon (1837-41) (CD) DB:146

Das Brockhaus 'Bilder-Conversations-Lexikon' (von 1837-1841) wird in der Digibib-Reihe auf einer CD:

  • für Windows und Macintosh (und sehr bescheidenen Hardwareanforderungen)
  • als Volltextversion
  • mit über 3.100 Seiten
  • mit über 7.000 Stichwörtern
  • mit über 1.200 Abbildungen
  • mit über 45 Karten
  • und mit Faksimile (allen Texten, Bildern, Grafiken ...)
geliefert.

Diese Ausgabe von Digibib bildet den berühmten, weil erstmals so umfassend bebilderten,
4-Bänder des Brockhaus: 'Bilder-Conversations-Lexikon' (von 1837-1841) auf einer CD nach.

Wie bei den anderen Lexika der Digibib-Reihe erhält man/frau natürlich auch hier wieder eine mit OCR erfaßte Textversion (für die Volltextsuche geeignet) und für z. B. diese Ausgabe zusätzlich eine Faksimileausgabe (d. h.: jede erfasste Seite ist als Grafik (Bild) vorhanden).

Auch für dieses Lexikon gilt natürlich, dass es einerseits das Gedankengut dieser Zeit wiedergespiegelt und andererseits viele Informationen, die ein heutiges Lexikon nicht mehr erfaßt, bereithält.

Ein besonderer Genuss dieser Ausgabe sind unzweifelhaft die zahlreichen Abbildungen (die übrigens als Holzschnitte erstellt wurden!).


Directmedia Publishing GmbH
Brockhaus: 'Bilder-Conversations-Lexikon' // (Digibib: 146)
ISBN 3-89853-546-0

60,00 [D]


Rezension: - Arrist Spieß (wispor.de ) - letzte Korrekturen: 17. Dez. 2006

Herders Conversations-Lexikon (1854-57) (CD) DB:133

Das 'Herders Conversations-Lexikon' (von 1854-1857) wird in der Digibib-Reihe auf einer CD:

  • für Windows und Macintosh (und sehr bescheidenen Hardwareanforderungen)
  • als Volltextversion
  • mit über 4.000 Seiten
  • mit 35.000 Stichwörtern
  • und mit Faksimile (allen Texten, Bildern, Grafiken ...)
geliefert.

Auch für das Herder-Lexikon (das als katholisches-konservatives Gegenstück zu den 'modernen' Lexika: Brockhaus und Meyer jener Zeit gedacht war) gilt natürlich, dass es das Gedankengut dieser Zeit wiedergespiegelt und viele Informationen, die ein heutiges Lexikon nicht mehr erfasst, bereitstellt.
Daher ist auch dieses Lexikon eine wahre Fundgrube für jeden Historiker, Germanisten, Philologen etc.

Beispiele:

Babinische Republik:

» Babinische Republik, eine von dem poln. Starosten Psanka auf seinem Gute Babin bei Lublin 1508 errichtete Gesellschaft, in welcher nur der aufgenommen wurde, der einen lächerlichen Streich ausführte; sie erstarkte sehr und wurde der Tummelplatz des Witzes, Spottes und lustigen Muthwillens; sie bestand bis 1677.«

["Babinische Republik". Herders Conversations-Lexikon (1854-1857),
S. 4433 (vgl. Herder Bd. 1, S. 364)]

Broek.

Broek (Bruk), Dorf 2 Stunden von Amsterdam, berühmt durch Reichthum, Reinlichkeit und Sonderlingswesen.

["Broek". Herders Conversations-Lexikon (1854-1857),
S. 7581 (vgl. Herder Bd. 1, S. 675)]

Büchsengesell.

»Büchsengesell, heißt an manchen Orten ein Gesell ohne bestimmten Wochenlohn, der seinen Verdienst in einer Büchse sammelt und am Ende jeder Woche mit seinem Meister, der einen Theil erhält, verrechnet.«

Ferner der Gesell, der die Geldbüchse für die wandernden Gesellen führt.

["Büchsengesell". Herders Conversations-Lexikon (1854-1857),
S. 7854 (vgl. Herder Bd. 1, S. 708)]


Directmedia Publishing GmbH
'Herders Conversations Lexikon' // (Digibib: 133)
ISBN 3-89853-533-9

90,00 [D]


Rezension: - Arrist Spieß (wispor.de ) - letzte Korrekturen: 18. Feb. 2006

 
(Texte & Layout) (wispor.de) D-48155 Münster/
Tel.: (0251) 66 55 14