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Heinrich Heine

(*13. Dez. 1797    †17. Feb. 1856)

Ursprünglich:
  Harry Heine

Pseudonyme:
  Philalethes /
  Sy Freudhold Riesenharf


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 Auf den Punkt gebracht: 
Katalog

Der dt. Dichter Heinrich Heine gehört zu den Vertretern der Literatur-Epoche 'Junges Deutschland' und der politischen Dichtung des 'Vormärz'.

Heine schrieb (politische) Satiren und Gedichte.

Autoren der Epochen:
'Junges Deutschland' und 'Vormärz':

  Georg Büchner,
  Ferdinand Freiligrath,
  Christian Dietrich Grabbe,
  Karl Gutzkow,
  Heinrich Heine,
  Georg Herwegh,
  Hoffmann von Fallersleben,
  Heinrich Laube.


Weitere Biografien von politisch engagierten dt.-sprachigen Autoren mit 'spitzer Feder':

Hugo Ball | Klabund | Kurt Tucholsky |



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Daten Biografisches
*13. Dez. 1797 Heinrich Heine wird als Harry Heine in Düsseldorf (als Sohn des jüdischen Schnittwarenhändlers Samson Heine) geboren.
1815 Kaufmännische Lehre in Frankfurt am Main.
1816 Heine arbeitet im Bankhaus seines Onkels (in Hamburg).
Danach Jurastudium in Bonn.
1820 Universitätsbesuch in Göttingen. Von der Uni verwiesen wegen eines Duellvergehens.
1821-23 Studium in Berlin.
1825 Heinrich Heine konvertiert vom Judentum zum Protestantismus. Er lässt sich auf den Namen Heinrich taufen.
Promotion zum Dr. jur.
1826-31 Werke:
Reisebilder und -briefe: 'Reisebilder'
1827 Werke:
Gedichte: 'Buch der Lieder'
1831 Emigration nach Frankreich. Heine bleibt bis zu seinem Lebensende in Paris.
1835 Verbot von Heines Schriften in Deutschland.
Wie übrigens auch von weiteren Autoren der Gruppe des
'Jungen Deutschlands': Gutzkow, Laube, Mundt, Wienbarg.
1836 Werke:
Essay: 'Die Romantische Schule'
1840 Werke:
Polemik: 'Ludwig Börne. Eine Denkschrift'
Romanfragment: 'Der Rabbi von Bacherach'
1844 Werke:
Versepos: 'Atta Troll'
Gedichte: 'Neue Gedichte'
Versepos: 'Deutschland. Ein Wintermärchen'
1848 Heine ist aufgrund einer schweren Erkrankung bis zu seinem Tode bettlägerig.
1851 Werke:
Lyrikband: 'Romanzero'
1853 Werke:
Fabel (in Versform): 'Die Wanderratten'
1854 Werke:
???: 'Lutetia'
17. Feb. 1856 Heine stirbt am 17.02.1856 in Paris.
Heine kontra Börne:

Leider bekriegte sich Heine mit seinem Schriftstellerkollegen Ludwig Börne, der ebenfalls vom Judentum zum Protestantismus konvertiert war.

Heine gab sogar (1840) die Polemik:
"Ludwig Börne. Eine Denkschrift" heraus, in der er Börne ordentlich 'beharkte'.
Börne war zu Heines Lebzeiten übrigens der bekanntere, geachtetere Autor in Dtl.

Heine, die Nazis und die BRD:

Die Nationalsozialisten konnten später einen solchen kritischen, in ihren Augen 'jüdischen' Geist natürlich überhaupt nicht verknusen. Dies ging soweit, dass alle Gedichte, Aphorismen und andere Werke Heines aus Schul- und Lesebüchern für die Zeit des 'Dritten Reiches' verbannt wurden.
Um die 'Loreley' kamen sie aber doch nicht herum, deshalb stand in der Zeit stets unter der abgedruckten Ballade: 'Autor unbekannt'.

Für ihre kategorische Ablehnung Heines haben sich die Nazis z. B. auf Aussagen des antisemitischen und antisozialistischen Historikers Heinrich von Treitschke ('Deutsche Geschichte im 19. Jh.') gestützt ...

Selbst nach dem WK II war Heine in Dtl. noch umstritten. So sollte die 1966 gegründete Universität in Düsseldorf seinen Namen tragen. Der Streit darum (da Heine für einige Entscheidungsträger wohl immer noch: 'Nestbeschmutzer' und 'Vaterlandsverräter' war) dauerte über 20 Jahre. Erst seit 1988 heißt die Uni: 'Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf'!















 

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