Heine kontra Börne:
Leider bekriegte sich Heine mit seinem Schriftstellerkollegen
Ludwig Börne,
der ebenfalls vom Judentum zum Protestantismus konvertiert war.
Heine gab sogar (1840) die Polemik:
"Ludwig Börne. Eine Denkschrift" heraus, in der er
Börne ordentlich 'beharkte'.
Börne war zu Heines Lebzeiten übrigens der bekanntere, geachtetere Autor in Dtl.
Heine, die Nazis und die BRD:
Die Nationalsozialisten konnten später einen solchen kritischen, in ihren Augen
'jüdischen' Geist natürlich überhaupt nicht verknusen. Dies ging soweit,
dass alle Gedichte, Aphorismen und andere Werke Heines aus Schul- und Lesebüchern
für die Zeit des 'Dritten Reiches' verbannt wurden.
Um die 'Loreley' kamen sie aber doch nicht herum, deshalb
stand in der Zeit stets unter der abgedruckten Ballade: 'Autor unbekannt'.
Für ihre kategorische Ablehnung Heines haben sich die Nazis z. B. auf Aussagen des antisemitischen
und antisozialistischen Historikers
Heinrich von Treitschke
('Deutsche Geschichte im 19. Jh.') gestützt ...
Selbst nach dem WK II war Heine in Dtl. noch umstritten. So sollte die 1966 gegründete
Universität in Düsseldorf seinen Namen tragen. Der Streit darum (da Heine für einige
Entscheidungsträger wohl immer noch: 'Nestbeschmutzer' und 'Vaterlandsverräter' war) dauerte über 20 Jahre.
Erst seit 1988 heißt die Uni: 'Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf'!